WS: der franz. Hofdegen im szenischen Fechten

Samstag 15. Mai und Sonntag 16. Mai 2010, jeweils von 10°° bis 18°° Uhr

 
 

    Thema: Der franz Hofdegen im szenischen Fechten.
    Datum: 15./16. Mai 2010 jeweils von 10°° bis 18°° Uhr
    Ort: Trier
    Unkostenbeitrag: 50,-€
    Lehrer: Michael Müller-Hewer, Fechtmeister ADFD
    Anmeldung und detaillierte Auskunft: Dandy M. Kuschel chevalier_d.kuschel@web.de


    Der Workshop hat zum Ziel, die Estockade -Techniken des franz. Hofdegens und des Floretts des 18. Jahrhunderts vorzustellen sowie eine Anpassung an die Bedürfnisse des szenischen Fechtens.
    Der Hofdegen ist letztendlich eine Weiterentwicklung des Rappiers. Durch seine Leichtigkeit erlaubte er ein Klingenspiel, das nur auf die Spitze beschränkt wurde und eine grundlegende Trennung von Parade und Riposte. Das für das Training benutzte abgestumpfte Schwert, wurde durch die flexible Klinge des Floretts ersetzt. Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die Florettklingen noch in Schwertgriffe der seinerzeit gebräuchlichen Form montiert, ausgenommen im Falle des konventionellen französischen Floretts, das ohne "Ricasso" war. Das französische Stichblatt in Brillenform wurde Ende des 18. Jahrhunderts erfunden. Diese Brille, die nur den Umriss eines doppelten Stichblattes darstellt, wurde übernommen, da sie das leichteste aller Gefässe bildete.

    PROGRAMM:
    Samstag 15.05.2010
    10.00-10.45 Theorie: (45') 1. Vom Rappiers zum Hofdegen, vom Hieb/Stoss zum Stoss, fechttechnische Entwicklung 2. Unterschied franz. Schule zur italienischen Schule 3. Die franz Schule und ihre Meister (Besneard, Liancourt, Dancy, Angelo)
    10.45-11.25 Aufwärmen, Körperposition, Hand/Fechtstellung (40')
    11.30-13.00 Beinarbeit, erste Aktionen mit Hofdegen, Fechtsaalaktionen (1h30')
    13.00-14.20 Mittagspause
    14.20-15.50 Liancourt: Mise en garde, spezielle Aktionen (Flankonade, Einrollen, Volte) (1h30')
    16.00-17.30 Angelo: Salut mit Hut, spezielle Aktionen, Entwaffnungen (1h30')

    Sonntag 16.05.2010
    10.00-10.45 Theorie: (45') 1. Duelwesen in Frankreich und in Deutschland, schlagende Verbindungen 2. Theaterkenntnisse: Bühnenformen, Plazierung auf der Bühne, Raumaufteilung in der Choreografie, Beziehung Darsteller/Publikum
    10.45-11.25 Aufwärmen, Körperposition, Fechtstellungen, Beinarbeit (40')
    11.30-13.00 Dancy: Duelaktionen (1h30')
    13.00-14.20 Mittagspause
    14.20-15.50 Praktische Einführung in die darstellende Kunst, die Rolle des Charakters, erarbeiten eigener Choreografien (1h30')
    16.00-17.30 Erste Vorstellung, Kritik, Korrektur, gefilmte Schlussvorstellung (1h30')

    Ein Teil der Waffen wird gestellt. Wenn Sie über einen Hofdegen und/oder ein Florett sowie Kostümteile (Hut, Jacke, Schuhe) verfügen, werden Sie gebeten, sie zum Workshop mitzubringen. Hallenschuhe und Lederhandschuhen sind vorgeschrieben, zur leichten Sportbekleidung wird geraten!